Gersfeld - 23.03.2015Trägervereine & Partner

Straßenbeleuchtungen im Praxistest

Auf ihren Betriebsflächen in der Daimler-Benz-Str. in Fulda unmittelbar neben der Hochschule, betreibt die RhönEnergie eine Musterstraße mit rund 50 verschiedenen Leuchtentypen unterschiedlichster Hersteller. Diese Musterstraße dürfte in ihrer Form und der konsequenten Ausrichtung auf energiesparende und lichtsmogvermeidende Leuchten einzigartig in Deutschland sein. Vor Ort informierte sich nun das Fachforum Energie und Mobilität des Verein Natur und Lebensraum Rhön e.V.

Dabei stellte Matthias Hahner von der RhönEnergie die Philosophie und die Vorgehensweise der RhönEnergie, die in Zusammenarbeit mit den Kommunen großflächig Straßenbeleuchtungen unterhält, das Konzept vor.

Hahner macht deutlich, dass Herstellerangaben oft nicht den Realitäten entsprechen. Daher hat sich die RhönEnergie zu Eigen gemacht, neue Produkte auf dem Markt vor einer Einführung in Osthessen zu testen. Dabei geht es der RhönEnergie insbesondere darum, für die Kommunen die Energiekosten zu senken, aber auch negative Aspekte wie Lichtstreuung, Blendung und das Anlocken von Insekten zu minimieren. In diesem Zusammenhang arbeitet die RhönEnergie auch eng mit den Initiatoren des Sternenparks Rhön zusammen, um der weiteren Aufhellung des nächtlichen Himmels durch Straßenbeleuchtungen entgegenzuwirken.

Aus Sicht von Herrn Hahner gehört hier insbesondere der LED-Technik die Zukunft. Durch gezielte Ausrichtung der LED-Leuchten kann ungewolltes Streulicht vermieden werden. Die Lampen sind extrem sparsam. Durch Einsatz von roten, orangen oder zumindest warmweißen LEDs kann der schädliche Einfluss auf die Natur reduziert werden. Die Praxistests der RhönEnergie zeigen deutlich, dass auf die stark strahlenden, oft aber auch blendenden LEDs mit 5000-6000 Kelvin gut verzichtet werden kann. Warmweiße LED-Leuchten mit maximal 3000 Kelvin sind ausreichend. Zurzeit erprobt die RhönEnergie sogar Lampen, die mit 2000 Kelvin dem Licht der bekannten Natriumdampflampen sehr ähnlich und darüber hinaus sehr umweltfreundlich sind.

Generell gilt, dass von dem Einsatz von LEDs mit mehr als 3000 Kelvin abzuraten ist. Diese erhalten in einem erheblichen Maße blaue Lichtanteile. Diese blauen Lichtanteile locken nicht nur Insekten an, sondern verhindern auch, dass der Mensch die für die Regeneration notwendigen Melatoninhormone, welche bei Dunkelheit gebildet werden, ausschütten kann. Daher sollte gerade auch im privaten Bereich beim Einsatz von LED-Technik auf warmweißes Licht Wert gelegt werden. Nicht zuletzt schädigen grell leuchtende LEDs auch die Netzhaut und sind damit insbesondere für Kinder ein Risiko.

23.03.2015

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Musterstraße der RhönEnergie

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