Gersfeld - 23.03.2015Trägervereine & Partner

Neues Leben im Rhönhof

Stattlich ist es, das zweigeschossige Fachwerk-Wohnhaus des Rhönhofes im Herzen von Tann. Zwischen den beiden Kirchen im Zentrum gelegen, war das 1907 errichtete Anwesen einst das größte in Tann. Während die landwirtschaftlichen Liegenschaften nach wie vor genutzt werden, stand das Wohnhaus allerdings die letzten Jahre leer. Nun will der Eigentümer Lothar Heisenberg mit einer gemeinnützigen Stiftung dem Gebäude zu neuem Leben verhelfen.

Im Fachforum Demografischer Wandel des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön wurde nun über dieses Projekt beraten.
Forensprecherin Brigitte Kram und die Forenmitglieder zeigten sich von dem vorgestellten Konzept beeindruckt. Lothar Heisenberg hat mit dem Architekten Stephan Koch und in vielen Gesprächen mit Behörden und regionalen Akteuren ein in sich stimmiges und vielschichtiges Projekt entwickelt.

Im Erdgeschoss des in Eiche-Fachwerk gebauten Wohnhauses sollen zwei behinderten-gerechte Singlewohnungen eingerichtet werden. Zwei Räume soll der Kultur- und Geschichtsverein Tann zur Nutzung erhalten. Im ersten Obergeschoss sowie im geräumigen Dachgeschoss sollen jeweils Wohngruppen der Diakonie Einzug halten. Hier soll das Konzept „betreutes Wohnen“ umgesetzt werden. Durch die zentrale Lage haben die Bewohner beste Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Eingebunden in das Konzept ist auch die kleine Grünfläche am Haus, die zu einer Steigerung der Wohnqualität beitragen kann.

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude soll in Kooperation mit den Denkmalbehörden saniert und wieder zu dem Glanzstück werden, das es mal war.

Um dieses Konzept zu verwirklichen, werden 600.000 € benötigt. Ein Teil des Geldes soll auch aus dem EU-LEADER-Programm zur Verfügung gestellt werden. Im Fachforum Demografischer Wandel wertet man das Projekt als einen aktiven Beitrag zur Vermeidung von Gebäudeleerständen sowie als gutes Beispiel für integratives und inklusives Wohnen.

Brigitte Kram dankt Lothar Heisenberg, der heute in München wohnt, dass er sich für sein Geburtshaus engagiert und damit für die Rhön ein wichtiges Pilotprojekt auf den Weg bringt. Seitens des Fachforums wurde das Projekt begrüßt. Lt. Geschäftsführer Martin Kremer geht das Projekt nun zur abschließenden Beratung in die Vorstandssitzung des Vereins, um damit den Weg für eine EU-Förderung frei zu machen.

23.03.2015

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