21.03.2019Trägervereine & Partner

Rhönverein erwartet Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruskrankheit, die Rinder Schafe und Ziegen befällt. Für Schafe und Ziegen ist die Krankheit in der Regel tödlich, bei Rindern führt sie zu deutlichen Leistungseinbußen. Übertragen wird die Blauzungenkrankheit durch Mücken, sog. Gnitzen. Bedingt durch den Klimawandel mit vergleichsweise warmen Wintern und heißen Sommern ist diese Krankheit in Hessen auf dem Vormarsch. Es wird erwartet, dass sie auch die bislang weitgehend verschonten höheren Lagen der Mittelgebirge erreichen wird.

Der Vorstand des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön hat sich in seiner letzten Sitzung mit dieser Thematik befasst und sieht insbesondere für die hiesigen Bestände an Schafen und Ziegen erhebliche Risiken, zumal der südöstliche Teil des Landkreises Fulda bereits als Sperrgebiet ausgewiesen wurde. Dr. Beier, 1. Vorsitzender, appelliert daher an die Landwirte, sich um die Impfung ihrer Tierbestände zu kümmern. Dr. Beier sieht aber auch die Landesregierung in der Pflicht. Da die Impfkosten von der Tierseuchenkasse nicht übernommen werden, wird die Landesregierung gebeten, Zuschüsse zu den Impfkosten zu gewähren.

Landwirtschaftsberaterin Janet Emig im Verein Natur- und Lebensraum Rhön weist darauf hin, dass es vermutlich auch zu Engpässen bei der Impfstoffversorgung kommen dürfte. Auch hier sollte die Politik ihren Einfluss bei den Impfstoffherstellern gelten machen. Der Verein betont, dass in der Rhön jedes Rind, jedes Schaf und jede Ziege dringend benötigt wird, um die Kulturlandschaft zu erhalten.

Geschäftsführer Martin Kremer betont, dass es ein Schreckensszenario für die Rhön wäre, wenn die hochwertigen Zuchttiere z. B. von Rhönschafen und Thüringer Wald Ziegen der Blauzungenkrankheit zum Opfer fielen.

 

21.03.2019

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