LEADER - Die Umsetzung

(Antragstellung und Projektberatung)

Was ist LEADER?

LEADER (französisch: Liaison entre actions de développement de l'économie rurale)
Übersetzt man LEADER, ist es die Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.
Es ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung und ermöglicht es den Menschen vor Ort, regionale Prozesse mitzugestalten. Damit kann das Potenzial unserer Region besser für die Entwicklung genutzt werden.
LEADER ist auch ein Förderprogramm der Europäischen Union. Mit diesem Förderprogramm werden seit 1991 innovative Aktionen im ländlichen Raum unterstützt.

LAG!

LAG ist die „Lokale Aktionsgruppe“ einer LEADER-Region. Der Verein Natur- und Lebensraum Rhön ist seit 1991 Lokale Aktionsgruppe. Wir erarbeiten vor Ort ein Regionales Entwicklungskonzept (REK). Ziel ist es dabei, die Rhön auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen.

LEADER – Entscheidungsgremium

Das Entscheidungsgremium des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön steuert die Aktivitäten der regionalen Entwicklungsgruppe. Es entscheidet über die qualitative Förderwürdigkeit eines Projektes aus lokaler Sicht und besteht aus den Vertretern der Wirtschaft, Politik und Initiativen. (nächster Sitzung-Termin)
Das Entscheidungsgremium ist mit Einschränkungen der Vorstand des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön. Um Interessenskollisionen zwischen Bewilligungsbehörde (Landkreis) und LAG zu vermeiden, wurde in der Geschäftsordnung folgende Festlegung getroffen:

"Der Vorstand beschließt u. a. welche Projekte durch das LEADER-Programm gefördert werden sollen. Um Einflussnahmen seitens der Bewilligungsbehörde im LEADER-Prozess auszuschließen, dürfen politische Beamte und Mitarbeiter der Bewilligungsbehörde, die für diese in den Vorstand gewählt wurden, in diesen Fällen weder mitarbeiten noch abstimmen".

Ebenfalls gehören dem Entscheidungsgremium die vier Forensprechern der Fachforen an:


Im Detail besteht das Entscheidungsgremium aus folgenden Personen:

Gruppe B – Städte und Gemeinden
Vorstandsmitglied Bürgermeister Hubert Blum (Hilders)                                  
Stellvertreter Bürgermeister Manfred Helfrich (Poppenhausen)
Gruppe C - Organisationen des Naturschutzes
Vorstandsmitglied

Adalbert Fischer, Vertreter d. anerkannten Naturschutzverbände im LK Fulda/ Schutzgem. Dt. Wald (Schatzmeister)
Stellvertreter Stefan Zaenker; Landesverband f. Höhlen- u. Karstforschung Hessen e. V.
Gruppe D - Berufliche u. berufsständische Org. u. Unternehmen
Vorstandsmitglied Dr. Hubert Beier, Kreisbauernverband
(1. Vors. des VNLR) 
Stellvertreter Dr. Kerstin Wingenfeld, W-E-G Stiftung
Gruppe E - Sonstige Gruppen, Vereine, Stiftungen, Natürliche Personen
Vorstandsmitglied Prof. a. D. Reinhardt Kremer M.A., Pfundsmuseum          
Stellvertreter Michael Schanze, Falkner
Fachforum Demografischer Wandel
Forensprecherin Brigitte Kram, Bürgermeisterin Ebersburg
Stellvertreterin Sabine Schlöder,
Fa. „Die gute Fee“, Haushaltsdienstleistungen
Fachforum Energie & Mobilität
Forensprecher Christof Schneider, Bündnis 90, DIE GRÜNEN                 
Stellvertreter Marion Neumeister, Bündnis 90, DIE GRÜNEN
Fachforum Naturschutz & Kulturlandschaft
Forensprecher                   Rieke Trittin, Agrarwissenschaftlerin        
Stellvertreter Joachim Schleicher, BUND
Fachforum Wirtschaft, Tourismus & Regionalkultur
Forensprecher Jürgen Krenzer, Gasthof Krone   
Stellvertreter Andrea Seifert, Spracherlebniscamp

 
Daraus ergibt sich, dass von 8 stimmberechtigten Vorstandsmitgliedern bei LEADER-Projekten

  • 2 Vertreter dem öffentlichen Sektor
  • 3 Vertreter dem privaten Sektor und
  • 3 Vertreter dem zivilgesellschaftlichen Sektor

angehören. Bei den Stellvertretern ist bei LEADER-Abstimmungen lediglich eine Personen (Bgm. Helfrich) dem öffentlichen Sektor zuzuordnen. Damit ist sichergestellt, dass kein Sektor mehr als 49% der Stimmrechte ausübt.

Bei der satzungsgemäß zweijährigen Wahl des Vorstandes wird darauf geachtet, dass die Zusammensetzung auf Grund von Qualifikation und Kompetenz der Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzeptes optimal dient.

Die Beteiligung der Bewilligungsbehörde erfolgt beratend.

Antragstellung

Jedem Projektantrag geht eine eingehende Projektberatung voraus. Bei diesem ersten Beratungsgespräch ist keine umfangreiche Projektbeschreibung erforderlich. Nützlich wäre es aber, die Idee so weit wie möglich zu skizzieren.

Steht die Projektbeschreibung, so ist der Projektbewertungsbogen  die Grundlage für das LEADER-Entscheidungsgremium. Dieser Bewertungsbogen ist eine Orientierungshilfe, um das Projekt von Anfang im Zusammenhang zur regionalen Entwicklungsstrategie der Lokalen Aktionsgruppe, zu sehen.

Während der Projektberatung wird das Projekt anhand der Projektskizze zunehmend detaillierter, bis es schließlich im Fachforum und im Entscheidungsgremium vorgestellt werden kann.

Stimmt das LEADER-Entscheidungsgremium einer Förderung des Projektes nach LEADER zu, ist bei der zuständigen Bewilligungsstelle, dem Landkreis Fulda, ein Förderantrag zu stellen.

Um den Beitrag des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes besser bekannt zu machen, sind vom Antragsteller genaue Bestimmungen zur Information und Publizität des geförderten Projektes einzuhalten. Diese sind in einem Merkblatt Informations- und Publizitätsvorschriften für Antragsteller zusammengefasst.

Um die Transparenz der LEADER-Fördermittelverteilung zu gewährleisten, werden die Projekte sowie die Ergebnisse der Priorisierungen durch das Entscheidungsgremium auf unserer Homepage veröffentlicht!

Projektberatung

Sie haben eine Projektidee? - Dann vereinbaren Sie einen Termin mit unserem Regionalmanagement. Wir beraten Sie vom Anfang bis zur Einreichung der Antragsunterlagen. Als erstes wird in einem gemeinsamen Gespräch ermittelt, ob die Projektidee unserem Regionalen Entwicklungskonzept entspricht. Ebenfalls wird dabei überprüft, ob nach den geltenden Richtlinien, eine LEADER – Förderung möglich ist. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der Bewilligungsstelle, da nur bewilligungsreife Anträge im LEADER-Entscheidungsgremium vorgestellt werden.

Entspricht das Projekt den Vorgaben, bereiten der Antragsteller und das Regionalmanagement die Beschreibung des Projektes (anhand der Projektskizze) soweit vor, dass das Projekt im entsprechenden Fachforum präsentiert werden kann. Dieses entscheidet, ob die Region in das Projekt investieren möchte und gibt eine Empfehlung. Das Ergebnis der Beratung in der Arbeitsgruppe führt aber zu keinem Ausschluss des Projektes im weiteren Verfahren.

Danach kann das Projekt im Entscheidungsgremium vorgestellt werden. Dieses Gremium entscheidet darüber, welche Projekte mit Mitteln aus dem LEADER-Kontingent gefördert werden und mit welcher Priorisierung. Dem Entscheidungsgremium obliegt die alleinige Berwertung.

Stimmt das LEADER – Entscheidungsgremium einer Förderung zu, kann der Förderantrag beim Landkreis Fulda eingereicht werden. Der Landkreis Fulda hat die Funktion der Bewilligungsstelle inne. Für die Fachaufsicht und die Durchführung der Förderung ist die Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WiBa) Hessen zuständig.

Zu beachten ist, dass mit dem Projekt erst nach dem Zuwendungsbescheid vom Landratsamt begonnen werden darf. Andernfalls ist eine Förderung ausgeschlossen.

Entspricht die Projektidee zwar dem Regionalen Entwicklungskonzept, aber eine Förderung nach LEADER ist jedoch nicht möglich, dann prüft das Regionalmanagement, ob für das Projekt alternative Förderprogramme in Frage kommen.

Ansprechpartner:

Regionalmanagerin:   Antje Voll

Verein Natur- und Lebensraum Rhön
Groenhoff-Haus Wasserkuppe 8
36129 Gersfeld

Tel.: 06654-961224
Fax: 06654-961220
E-Mail: voll@vnlr.de

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren