Neue Regionalmanagerin für den Verein

Um ein erfolgreiches Regionalmanagement zu gewährleisten stellte der Verein Natur- und Lebensraum Rhön, unter dem Vorsitz von Dr. Hubert Beier, zum 01. Juni 2015 eine neue Regionalmanagerin ein. Ziel ist es, Konzepte für eine bessere Lebensqualität im ländlichen Raum zu fördern, zukunftsfähige und einkommensstarke Arbeitsplätze zu bieten sowie das Bewusstsein für eine der attraktivsten Regionen Deutschlands zu stärken.

In der Förderperiode bis 2020, erhält der Verein Natur- und Lebensraum Rhön 2,1 Millionen Euro aus dem LEADER – Förderprogramm der Europäischen Union (frz. Liaison entre actions de développement de l'économie rurale). Mit LEADER werden seit 1991 deutschlandweit und in der Rhön innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert. Grundlage für die Förderung ist ein Regionales Entwicklungskonzept (REK). Das REK beschreibt Handlungsfelder und nennt konkrete Maßnahmen. Anhand konkreter Projekte wird dieses umgesetzt und ist Grundlage der weiteren Entwicklungen in der Region. Absicht ist es, die Rahmenbedingungen in der Rhön als Wirtschafts-, Lebens und Urlaubsregion innerhalb eines regionalen Entwicklungsprozesses zu formen.

Durch die neue Regionalmanagerin Antje Voll werden die unterschiedlichen Interessen, von z. B. Umwelt- und Wirtschaftsverbänden sowie auch der Bürger selbst, in den Planungs- und Entscheidungsprozess mit einbezogen. Zweck ist der Aufbau regionaler Netzwerke. Ebenfalls ein wichtiger Bestandteil wird das Entwickeln und die Realisierung konkreter Maßnahmen sein. Voll ist für Investoren, die Projekte im Rahmen des LEADER-Programms einsetzen möchten, die Ansprechpartnerin des Vereins.
Antje Voll ist Mutter von zwei Kindern und im fränkischen Langenleiten verheiratet. Die Forstakademikerin möchte Impulse setzen und Dienstleister für die einzelnen Handlungsfelder in den Fachforen des Vereins sein. Die Fachforen haben verschiedene Schwerpunkte: Demografischer Wandel; Naturschutz und Kulturlandschaft; Energie und Mobilität; Wirtschaft, Tourismus & Regionalkultur. Im April 2015 wurde noch das Fachforum Kuppenrhön gemeinsam mit den Kommunen Friedewald, Schenklengsfeld, Hohenroda und Haunetal gegründet.

Geplant sind verschiedene Projekte. Zum Beispiel soll im Rahmen des demografischen Wandels in der Gemeinde Weyhers die „Alte Post“ zu einem Informations- und Aktionszentrum zur Förderung eines altersgerechten und eigenständigen Lebens zu Hause, ausgebaut werden. Ein weiteres ist die „Meisterstraße“. Diese Idee kommt ursprünglich aus Österreich und soll bundesweit etabliert werden. Dabei können die besten handwerklichen Betriebe, die ein hohes Maß an Qualitätsanspruch haben, ihre regionale Identität stärken und sich durch ein hochwertiges gemeinsames Marketingkonzept präsentieren.

Aktuell sind Jugendliche ab 14 Jahren aufgerufen, am jährlichen „Handwerkersommer“ teilzunehmen. Dabei soll ihnen, im Rahmen eines Praktikums während der Sommerferien, die Möglichkeit gegeben werden, Handwerkerbetriebe vor Ort kennenzulernen, um vielleicht die eigene berufliche Zukunft in der Heimat zu sichern. Informationen dafür, stehen unter anderem auf der Homepage des Biosphärenreservats Rhön (www.biosphaerenreservat-rhoen.de).

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