LEADER-Projekt - Umbau ehem. FFW-Gerätehaus zum offenen Jugend u. Seniorentreff

Träger:
Stadt Tann (Rhön)

Ziel:
Durch die Umnutzung des alten Feuerwehrhauses zum Jugendtreff soll dem Demografischen Wandel durch Stärkung der Jugendlichen an ihren Heimatort entgegengewirkt werden. Zudem trägt der Jugendtreff zum Erhalt und der Verbesserung des Kontaktes zwischen den Jugendlichen bei und schafft durch die Mehrfachnutzung eine generationsübergreifende Treffmöglichkeit.
Insbesondere wird durch den Jugend- und Seniorentreff die Familienfreundlichkeit der Stadtteile Habel und Neuschwambach gesteigert. Ein weiterer Aspekt ist, dass das alte Feuerwehrgerätehaus, welches auf Grund eines Ersatzneubaus künftig leer stehen würde, eine neue sinnvolle Nutzung zum Wohle der Jugend erhält.

Kurzbeschreibung:
Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms (2009-2017) des Stadtteils Habel wird zurzeit das Multifunktionsgebäude im Kernort Habel errichtet, welches die Bereiche Dorfgemeinschaftshaus, Schützenverein und einen Anbau für die Stadtteilfeuerwehr umfasst. Das alte Gerätehaus des Stadtteils, welches sich in Neustädtges befindet, verliert dadurch seine Nutzung und soll zu einem offenen Jugend- und Seniorentreff umgebaut werden. Von Anfang an engagierten sich die ortsansässigen Kirmesjugendlichen im Rahmen des mittlerweile beendeten  Dorferneuerungsprogramms für dieses Projekt und verstanden es auch, die Erwachsenen für ihre Idee Jugendraum zu begeistern. Dies kann man als Resultat aus der von den Kirmesjugendlichen durchgeführten Befragung in den Weilern Esbachsgraben, Neustädtges und Mollartshof des Stadtteils Habel entnehmen. Hier wurden 48 Häuser bzw. 57 Personen zu ihrer Einstellung zum Jugendtreff befragt, von denen 53 Personen eine „Pro“- Stimme vergaben. Das bedeutet, dass 93 % der Befragten für die Schaffung eines Jugendtreffs sind.

Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wurde in den letzten zwei Jahren mit der Planung, bei der aktiv Jugendliche beteiligt waren, begonnen, und mittlerweile liegt die Baugenehmigung für die Umbaumaßnahme vor.

Es besteht bereits eine Arbeitsgruppe, welche auch einen Vertreter der Jugendlichen als Mitglied hat, die die baulichen Maßnahmen zum Umbau des Jugendtreffs betreuen wird.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe, sowie weitere Jugendliche sind sich einig, dass der Jugendtreff überwiegend in Eigenverantwortung von den Jugendlichen aus den Stadtteilen Habel und Neuschwambach genutzt werden soll und einige der Jugendlichen einen Schlüssel erhalten werden um selbstständig die Vergabe und Öffnung des Jugendtreffs zu organisieren. Dadurch kann der Treff jederzeit genutzt werden und steht für die Freizeitgestaltung der Jugend zur Verfügung. Die Jugendlichen erfreuen sich darüber, künftig Geburtstagsfeiern, Spieleabende, gemeinsame Filmabende bzw. Public Viewing, im Jugendtreff durchführen zu können. Ebenfalls wird der Jugendtreff am Wochenende als abendlicher Treffpunkt für die Jugendlichen zur Verfügung stehen. Hier können sie einen gemeinschaftlichen Abend verbringen und es besteht dadurch die Möglichkeit, Gleichgesinnte für einen späteren Fest- oder Diskobesuch zu finden und sich z. B. auch zu Fahrgemeinschaften zusammenzuschließen. Für die nachfolgende Generation an Jugendlichen hat sich die Arbeitsgruppe dafür ausgesprochen, eine regelmäßige Kinderbetreuung am Nachmittag durch eine Elterninitiative zu schaffen, insbesondere steht die Organisation einer Hausaufgabenhilfe im Vordergrund. Damit sich die Jugendlichen optimal mit ihrem Treff identifizieren können, werden sie bereits in der Umbauphase mit eingebunden. D.h. zum einen bei der planerischen Seite und zum anderen bei den zu erbringenden Eigenleistungen der baulichen Umsetzung. Weiterhin stehen die Jugendlichen auch für künftige Unterhaltungsmaßnahmen unterstützend zur Verfügung.
Ein Großteil der Jugendlichen engagiert sich im Rahmen des traditionellen Kirmesfestes in Habel, entweder aktiv als Tanzpaar oder passiv als Helfer. Die Kirmesjugendlichen möchten ebenfalls den rustikalen Jugendtreff für kleinere Versammlungen nutzen, wie z.B. Vorstandssitzungen, Bastelabende, Wickeln der Girlande und Kränze oder für Tanzproben am neu gestalteten Vorplatz.

Erst durch die Kirmes entstand die enge Verbundenheit zwischen den Stadtteilen Habel und Neuschwambach, daher soll auch der Jugendtreff überwiegend diesen Stadtteilen zur Verfügung stehen.
Im Stadtteil Habel wohnen zurzeit 28 Kinder im Alter von 0-7 Jahren, 19 Kinder im Alter von 8-11 Jahren und 17 Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren. Überwiegend kommen die Kinder und Jugendlichen aber aus den Weilern von Habel, wo sich auch ortsnah der geplante Jugendtreff befindet. Insgesamt umfasst der Stadtteil Habel 305 Einwohner/innen.

Im Stadtteil Neuschwambach leben insgesamt 185 Personen, davon sind 8 Kinder im Alter von 0-7 Jahren, 4 Kinder zwischen 8-11 Jahren und es gibt 17 Jugendliche von 12-18 Jahren.
Somit lässt sich sagen, dass in der Altersgruppe 8 bis 18 Jahre, welche hauptsächlich den Jugendtreff benutzen würden, 57 Jugendliche und Kinder in beiden Ortsteilen vorhanden sind.
In beiden Stadtteilen sind zusammen 36 (Klein-) Kinder für die künftige Jugendtreffgeneration zu finden.
Der Treffpunkt bietet sich hervorragend an als Anlaufpunkt für die frühzeitige Kontaktaufnahme mit den verschiedenen ortsansässigen Vereinen. Insbesondere aber strebt es der Feuerwehrverein an, durch Schnuppertage/-aktionen oder Brandschutzaufklärung das Interesse der Kinder für die ehrenamtlichen Aufgaben der Feuerwehr zu wecken und die Kinder bzw. Jugendlichen als Mitglieder für die Jugendfeuerwehr oder spätere Einsatzabteilung zu gewinnen.
Des Weiteren soll der Jugendtreff für Seniorentreffen sowie auch für kleinere Dorffeste oder Grillabende zur Verfügung stehen.

Maßnahmen:
Einbau einer Toilette, erstmaliger Hausanschluss Wasser/Abwasser, Errichtung einer Küche mit Theke, Einbau eines Fußbodens und Wandverkleidung, Erneuerung Dacheindeckung, Austausch Fenster und Türen, neuer Anstrich Gebäude

Voraussichtliche Anzahl neuer Arbeitsplätze: keine

Umweltwirkungen:
Leerstehendes Gebäude erhält wieder eine Nutzung, Jugendliche haben vor Ort einen Treffpunkt (zu Fuß erreichbar)

Tragfähigkeit nach Auslaufen der Förderung: Ist gesichert

Projektkosten:
Gesamtinvestitionskosten 78.633 EUR (brutto), förderfähige Kosten netto: 33.472,27 EUR, Zuschuss 25.104 EUR

Finanzierung:
Über vorhandene Haushaltsmittel der Stadt Tann (Rhön)
Andere Fördertöpfe: keine

Zeitplan:
01.06.2018 – 30.09.2019
Sie sehen einen besonderen Handlungsbedarf für die Rhön für folgenden Bereich/für mehrere Bereiche?

Handlungsfeld:

  • TZ D 2b Steigerung der Lebensqualität von Kindern; Optimierung der Freizeitangebote, Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten von Jugendlichen; Begegnungsstätten im Ort gestalten in Kooperation mit Kommunen
  • TZ D 2c Lebensqualität älterer Menschen verbessern
  • TZ D 2f Stärkung des gemeinschaftlichen Lebens, Förderung von Gemeinschaft und Ehrenamt
  • TZ D 3 Schutz und Entwicklung der charakteristischen Siedlungsstrukturen; Vermeidung von Leerstand; Ortskern und Siedlungsentwicklung; Bestandes- und Immobilienentwicklung; Hilfe für Gemeinden bei der Erhaltung gemeinnütziger Einrichtungen

 

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