LEADER-Projekt - Koordination zum Aufbau und zur Umsetzung "Regionales Netzwerk Strukturwandel"

Projektträger:
Kommunen Gersfeld (Rhön) und Ebersburg

Ziel:
Zur Bewältigung der Herausforderungen im ländlichen Raum sind zahlreiche aufeinander abgestimmte Initiativen erforderlich, die die finanz- und strukturschwachen Kommunen nur mit Unterstützung lokaler Akteure bewältigen können.
Ziel des Projektes ist der Aufbau eines wirkungsvollen Regionalen Bündnisses zur Bewältigung des Strukturwandels in den Kommunen Gersfeld (Rhön) und Ebersburg, das aus Akteuren der drei Sektoren Zivilgesellschaft - Wirtschaft - Politik besteht.

Kurzbeschreibung:
Die Akteure kommen aus den drei Sektoren Zivilgesellschaft - Wirtschaft - Politik. Diese finden sich auf freiwilliger Basis in der Region als ein Regionales Netzwerk zusammen, um durch finanzielle oder materielle Unterstützung und ehrenamtliches Engagement die Lebensbedingungen durch bedarfsorientierte Projekte und Angebote vor dem Hintergrund des Strukturwandels zu verbessern.
Die gemeinschaftlich entwickelten sowie die umgesetzten Maßnahmen/Projekte und die dafür eingegangenen Spenden werden durch einen "Engagementbarometer" im Internet usw. veröffentlicht. Damit werden die Verschiedenheiten des Engagements und die dadurch erzielten Erfolge deutlich.
Zentrale Inhalte sind dabei,

  • dass die ehrenamtlich, finanziell oder materiell Engagierten auch bei der Entwicklung der Maßnahmen und Projekte mitwirken (Buttom-up-Prinzip),
  • dass der Umfang des finanziellen oder materiellen Engagements der Wirtschaft eng an das ehrenamtliche Engagement in der Region geknüpft ist,
  • dass die Erfolge in Form von ehrenamtlichen Stunden und eingegangenen Spenden durch einen  "Engagementbarometer" für jedermann öffentlich im Internet einsehbar ist.

Damit engagieren sich die unterschiedlichen Akteure nach ihren eigenen Möglichkeiten

  • einerseits durch die aktive Mitarbeit bei der Entwicklung der Maßnahmen und Projekte und
  • andererseits entweder durch Zeit und ehrenamtliche Leistungen oder durch finanzielle bzw. materielle Unterstützung.

Ziel ist hierbei das Engagement der Akteure in Form von festvereinbarten Sponsorenzusagen für konkrete Maßnahmen / Projekte. Die Maßnahmen und Projekte entstehen dabei durch

  • gezielte Bedarfserhebungen
  • (Bürger- / Jugend-)Befragungen u. a. mit Hochschule Fulda usw.
  • IKEK-Verfahren Gersfeld
  • aktive Mitarbeit der Akteure aus Zivilgesellschaft - Wirtschaft  - Politik bei der Entwicklung.

Maßnahmen:
Schritt 1: Idee des "Regionales Bündnis zur Bewältigung des Strukturwandels" bekannt machen

  • Starter-Netzwerk aus ersten Akteuren (Schlüsselakteure) aufbauen
  • Spezielle Zielgruppen, die an sich an dem Netzwerk beteiligen können, identifizieren und konkret ansprechen /anschreiben.
  • Erste Bedarfserhebungen sind durch Befragungen mit Hochschule und aus verschiedenen anderen Projekten
  • bis hin zum IKEK-Verfahren Gersfeld schon vorhanden und können als Grundlage für erste Gespräche sein können, wenn seitens der Akteure zunächst keine Vorschläge kommen.
  • Anhand dieser Bedarfe erfolgt eine erste Kommunikation der Zielsetzungen, Arbeitsweise usw. des Projektes.

Schritt 2: Aufbau des "Regionales Netzwerk zur Bewältigung des Strukturwandels"

  • Mit Schlüsselakteuren erste Ideen und Interessen austauschen
  • Startmaßnahmen /-projekte gemeinsam festlegen
  • Form des Netzwerkes festlegen
  • Einholen (steuer)rechtlicher Beratung für den Umgang mit den Spenden in Bezug auf ehrenamtliche Dienstleistungen und die damit verbundenen Sachkosten, Gemeinnützigkeit der Spenden und Projekte (Beratung muss durch externe Honorarkräfte bzw. Büros erfolgen)
  • Form der Spendendokumentation und Veröffentlichung mit den beteiligten Akteuren festlegen – "Engagement-Barometers" (nicht die finanz- und steuerrechtliche Dokumentation -- siehe hierzu Erläuterungen unten zu beteiligten Kommunen)
  • Vorbereitung / Abstimmung für die Gründung eines Netzwerkes von Zivilgesellschaft- Wirtschaft- Politik

Schritt 3: Gründung eines Bündnisses mit verbindlichem Beitritt von Akteuren / öffentlich sichtbar werden

  • Gründungsveranstaltung als symbolischer Auftakt mit Öffentlichkeitswirkung mit förmlicher Sponsorenzusage/ Beitrittserklärung / Patenschaft der Akteure o. ä.
  • Aufbau eines "Engagement-Barometers", das das ehrenamtliche Engagement sowie die finanzielle und materielle Unterstützung für die unterschiedlichen Projekte darstellt (Programmierung wird an externe Honorarkräfte bzw. Unternehmen als Werkvertrag vergeben werden)

Schritt 4: Vorhandene Akteure binden, neue Akteure gewinnen und Projekte voranbringen

  • Öffentlichkeitsarbeit u. a. mittels Pflege / Betrieb des Engagement-Barometers als öffentliches Bindeglied zwischen Ehrenamt und Sponsor (Eingabe auf Homepage mit Darstellung - nicht die finanz- und steuerrechtliche Dokumentation  -- siehe hierzu Erläuterungen unten zu beteiligten Kommunen)
  • Evaluation der Umsetzungsergebnisse
  • Anpassung der Verfahrensschritte / Maßnahmen auf Grundlage von Erfahrungswerten aus Startprojekten, sofern notwendig
  • Gewinnung weiterer Akteure
  • Entwicklung weiterer Projekte / Maßnahmen durch aktive Einbindung der Akteure

Schritt 5: Abschlussdokumentation / Empfehlungen für dauerhafte Sicherung des Erfolgs

  • Dokumentation der Erfahrungen und Erkenntnisse
  • Empfehlungen für die Entwicklung einer funktionierenden Arbeits- und Kommunikationsstruktur innerhalb des Bündnisses (innere Struktur)
  • Empfehlung für weitere feste regionale Verankerung des Bündnisses (äußere Struktur)
  • Empfehlung für Übertragung des Netzwerkes als Modell für andere Regionen

Tragfähigkeit nach Auslaufen der Förderung:
Die an dem Netzwerk beteiligten Kommunen:

  • schließen eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung über eine interkommunale Zusammenarbeit ab (Federführung durch die Stadt Gersfeld (Rhön) )
  • verpflichten sich zur Umsetzung der in dem Netzwerk erarbeiteten Maßnahmen und Projekte, aus den hierfür eingegangenen zweckgebundenen Sponsorengeldern einschl. der rechtlichen Prüfung der Umsetzungsmaßnahmen
  • vereinnahmen die durch das Netzwerk akquirierten Spenden,
  • verwenden die Spendeneinnahmen für die Aufwendungen zur Umsetzung der Maßnahmen und Projekte (Sachmittel, Aufwandsentschädigungen, evtl. Koordinierungskosten),
  • sind für die finanz- und steuerrechtliche Dokumentation der Mittel verantwortlich (nicht Engagementbarometers) und
  • verpflichten sich zur Fortführung des Regionalen Netzwerkes nach Ablauf der Aufbauphase

Projektkosten:
Gesamte Aufwendungen für die Dauer von 3 Jahren: 101.180,00 €

Finanzierung:
75 % LEADER-Förderung = 74.567,77 €/3 Jahre
Eigenanteil IKZ-Kommunen = 26.612,23 € pro Kommune/3 Jahre
Eigenanteil IKZ-Kommunen = 4.435,37 € pro Kommune/1 Jahr

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